{"id":3545,"date":"2024-03-25T15:25:18","date_gmt":"2024-03-25T15:25:18","guid":{"rendered":"https:\/\/koff.swisspeace.ch\/apropos\/?p=3545"},"modified":"2024-03-26T09:40:56","modified_gmt":"2024-03-26T09:40:56","slug":"frieden-braucht-kampagne-in-den-sozialen-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/koff.swisspeace.ch\/apropos\/3545\/frieden-braucht-kampagne-in-den-sozialen-medien\/","title":{"rendered":"\u00abFrieden braucht\u2026\u00bb Kampagne in den sozialen Medien\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>\u00abFriedensarbeit ist nichts f\u00fcr Pessimist:innen oder gar f\u00fcr Realist:innen. Man muss in der Lage sein, den Menschen Hoffnung zu geben, man muss selbst daran glauben, dass es Hoffnung gibt. Deshalb wird es wichtig sein [&#8230;], immer auf den eigenen inneren Kompass zu vertrauen.\u00bb*&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>2023 war ein herausforderndes Jahr f\u00fcr Menschen, die in der Friedensf\u00f6rderung arbeiten. Am Ende des Jahres, waren politischen und gesellschaftlichen Spannungen auf der ganzen Welt so eskaliert, dass eine wirksame Kommunikation \u00fcber Friedensf\u00f6rderung und Vers\u00f6hnung immer schwieriger wurde, selbst f\u00fcr Organisationen wie unsere Caux-Initiativen der Ver\u00e4nderung, die sich f\u00fcr diese Ziele einsetzen. Wir bewegten uns auf einem schmalen Grat und hatten M\u00fche, die richtigen Worte zu finden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Thema Frieden zu schweigen war jedoch nie eine Option. Wir wollten eine Friedensbotschaft vermitteln, die weder herablassend ist noch eine schnelle L\u00f6sung anstrebt. Stattdessen wollten wir einen sicheren Raum schaffen, in dem Einigkeit im Streben nach Frieden und nicht Spaltung im Vordergrund steht und in dem die Menschen nachdenken k\u00f6nnen, ohne sich gezwungen zu f\u00fchlen, Partei zu ergreifen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um dies zu erreichen, starteten wir im Dezember die Social-Media-Kampagne \u00abFrieden braucht&#8230;\u00bb nach dem Vorbild eines Adventskalenders mit t\u00e4glichen Posts, die Bilder, Grundwerte, Zitate von Menschen aus der Friedenarbeit und damit verbundene Geschichten oder Initiativen enthielten. Die Beitr\u00e4ge wurden auf Facebook, LinkedIn, Instagram und Twitter ver\u00f6ffentlicht und richteten sich an ein globales Publikum, darunter einzelne Friedensschaffende und friedensf\u00f6rdernde Organisationen im internationalen Genf und anderswo, die sich unserer Aufgabe verschrieben haben, Vertrauen \u00fcber die Gr\u00e4ben der Welt hinweg aufzubauen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Ziele waren, das Nachdenken \u00fcber den Frieden zu f\u00f6rdern, globale Friedensschaffende ins Rampenlicht zu r\u00fccken, Gemeinsamkeiten in friedensbezogenen Dialogen hervorzuheben und zu pers\u00f6nlichen Aktionen zu motivieren, unabh\u00e4ngig von ihrem Umfang.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der gesch\u00e4ftigen Jahreszeit blieb das Engagement den ganzen Monat \u00fcber konstant hoch. Im Laufe der Kampagne verwandelten sich unsere Social-Media-Plattformen in eine virtuelle Galerie der Hoffnung, in der inspirierende Geschichten und praktische Schritte zur Friedenskonsolidierung vorgestellt wurden, um zu zeigen, dass Frieden nicht nur ein Wunschtraum ist. Er ist auch ein greifbares Konzept, das auf universellen Werten beruht und in dem jeder eine Rolle spielen kann. Wenn Friedenskonsolidierung nicht auf bestimmte Kontexte beschr\u00e4nkt ist, sondern t\u00e4glich praktiziert werden kann, hat jede Handlung das Potenzial, ein Baustein f\u00fcr den Frieden zu sein. In einer Welt, die oft von Spaltung und Konflikten gepr\u00e4gt ist, erinnerte uns die Kampagne daran, dass Frieden ein Weg ist, der st\u00e4ndige Bem\u00fchungen, Engagement und Hoffnung erfordert.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kampagne half uns auch zu erkennen, dass wir bei unseren Bem\u00fchungen um den Frieden nicht allein sind. Trotz gelegentlicher Gef\u00fchle der Isolation ermutigt uns der Kontakt mit anderen, die dasselbe Ziel verfolgen, dazu, durchzuhalten und Teil einer vereinten Anstrengung zu sein, unabh\u00e4ngig von unserem Standort.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz anf\u00e4nglicher Bef\u00fcrchtungen, dass die Kampagne Meinungen polarisieren k\u00f6nnte, war das Feedback \u00fcberw\u00e4ltigend positiv. So kommentierte beispielsweise ein leitender Berater in einem Konfliktkontext einen Beitrag mit den Worten: &#8220;Diese Aussage ermutigt mich, bei meiner Meinung zu bleiben und zu tun, was ich kann. Ja, Friedensf\u00f6rderung ist eine m\u00fchsame Arbeit. Ja, die Wirkung ist oft nicht so gro\u00df, wie wir es uns w\u00fcnschen w\u00fcrden. Aber es ist immer noch besser, dranzubleiben, als sich entmutigen zu lassen. Kleine Schritte, einer nach dem anderen, machen den Erfolg aus.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Pr\u00e4sentation einer Vielzahl von Menschen aus Friedesnf\u00f6rderung aus der ganzen Welt unterstrich die Kampagne unsere gemeinsame Menschlichkeit und die kollektive Kraft, die wir haben, um eine friedlichere Welt zu f\u00f6rdern.\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>*Antje Herrberg, Leiterin des EUCAP Sahel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00abFriedensarbeit ist nichts f\u00fcr Pessimist:innen oder gar f\u00fcr Realist:innen. Man muss in der Lage sein, den Menschen Hoffnung zu geben, man muss selbst daran glauben, dass es Hoffnung gibt. 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