The KOFF Peacebuilding Magazine
N° 193 – Juli 2026

Jenseits der Militarisierung – Grundlagen für nachhaltige menschliche Sicherheit

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Militarisierte Überwachung – Wie Outsourcing an private Akteur:innen die Gouvernanz und die Rechenschaftspflicht verändert

Militarisierte Überwachung – Wie Outsourcing an private Akteur:innen die Gouvernanz und die Rechenschaftspflicht verändert

Sicherheit im Südsudan neu denken – von Militarisierung zu menschlicher Sicherheit

Sicherheit im Südsudan neu denken – von Militarisierung zu menschlicher Sicherheit

Militärausgaben – auf Kosten einer nachhaltigen Friedensförderung

Militärausgaben – auf Kosten einer nachhaltigen Friedensförderung

Michoacán – militarisierter Frieden hat seine Grenzen

Michoacán – militarisierter Frieden hat seine Grenzen

Technologie ohne Grenzen – Wie die Militarisierung von Technologie eine menschenzentrierte Sicherheit bedroht

Technologie ohne Grenzen – Wie die Militarisierung von Technologie eine menschenzentrierte Sicherheit bedroht

Da sich bewaffnete Konflikte und geopolitische Rivalitäten weltweit zuspitzen, werden die sicherheitspolitischen Prioritäten neu ausgerichtet. Regierungen setzen zunehmend auf militärische Verteidigung und Aufrüstung. Diese Schwerpunktverlagerung geht zulasten menschenzentrierter Sicherheitsansätze sowie langfristiger Investitionen, die für einen nachhaltigen Frieden erforderlich sind.

Der Trend hat sich im vergangenen Jahr beschleunigt. Die US-Regierung hat die Mittel für die Auslandsunterstützung drastisch gekürzt, obwohl diese weniger als ein Prozent des Bundeshaushalts ausmachen.1 Auch in der Schweiz zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab: Die im Dezember 2025 vom Staatsekretariat für Sicherheitspolitik (SEPOS) lancierte Schweizer Sicherheitspolitische Strategie legt den Fokus stark auf militärische Einsatzbereitschaft und die Landesverteidigung. Werden Ressourcen in Richtung Rüstung umgelenkt, sinken die finanziellen, personellen und politischen Mittel für Friedensförderung, humanitäre Hilfe und nachhaltige Entwicklung. Das erhöht den Druck in unseren Tätigkeitsfeldern erheblich und zwingt viele Organisationen, ihren Leistungsumfang zu reduzieren, Stellen abzubauen oder gar ihre Arbeit einzustellen.

Diese Ausgabe von à propos erscheint vier Monate nach dem Start des Konsultationsprozesses zur Schweizer Sicherheitspolitischen Strategie durch KOFF, der zur Veröffentlichung der gemeinsamen Stellungnahme führte. Mit den Beiträgen in dieser Ausgabe unterstreichen die KOFF-Mitglieder, dass Sicherheit über militärische Reaktionen hinausgehen muss. Neben dem Druck, die eigene Arbeit fortzuführen, zeigen sie, wie die wachsende Dominanz militärischer Ansätze und die damit verbundenen Rechtfertigungsnarrative ebenfalls Ressentiments und Konflikte befeuern können. Nachhaltiger Frieden und Sicherheit erfordern Investitionen in Gewaltprävention – durch die Bearbeitung ihrer Ursachen sowie die Stärkung inklusiver, menschenzentrierter Ansätze.

1 Reuters (2026). «A year after USAID shutdown, Americans still back foreign development aid, poll shows, 30 June 2026.»

Die Schweizer Plattform für Friedensförderung KOFF ist Herausgeberin des Friedensmagazins à propos. Sie schafft damit eine Plattform für die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven ihrer Mitglieder und Partner:innen. Die Artikel im Magazin geben ausschliesslich die Ansichten und Haltungen der Autor:innen wieder und entsprechen nicht den Ansichten und Haltungen von KOFF oder swisspeace.

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Translation
Sanjally Jobarteh, Übersetzergruppe Zürich
KOFF ist eine von swisspeace moderierte Dialog- und Austauschplattform. Sie wird vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und den KOFF-Mitgliedern mitgetragen. Viermal im Jahr informieren die Mitglieder der KOFF-Plattform im Magazin "à propos" über ihre Projekte und nehmen Stellung zu aktuellen Themen der Friedensförderung. Die folgenden Schweizer Organisationen sind Mitglieder der Plattform: