The KOFF Peacebuilding Magazine
N° 192 – April 2026

Lokalisierung - Utopie oder Realität?

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Konfliktsensitive Lokalisierung – zurück zur lokalen Führung

Konfliktsensitive Lokalisierung – zurück zur lokalen Führung

Langfristige Partnerschaften und Lokalisierung – zwischen Anspruch und strukturellen Grenzen

Langfristige Partnerschaften und Lokalisierung – zwischen Anspruch und strukturellen Grenzen

Lokalisierung bei terre des hommes schweiz – Ein Power Shift

Lokalisierung bei terre des hommes schweiz – Ein Power Shift

Entscheidungen in den Bereichen humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung (HDP) werden oft fernab der betroffenen Gemeinschaften getroffen. Vor diesem Hintergrund hat Lokalisierung an Bedeutung und Dringlichkeit gewonnen. Lokalisierung erfordert die Verlagerung von Ressourcen, Handlungsspielraum und Entscheidungsmacht von internationalen auf lokale Akteure, die aus den betroffenen Gebieten stammen und dort leben.

Mit der «Grand Bargain»– Vereinbarung von 2016 wurde der Dringlichkeit Ausdruck verliehen. Die Vereinbarung zielt darauf ab, «den Menschen in Not mehr Mittel zur Verfügung zu stellen und die Wirksamkeit und Effizienz der humanitären Hilfe zu verbessern». Die Debatte um die Lokalisierung hat sich seither sowohl in der Praxis als auch im akademischen Diskurs ausgeweitet.

Humanitäre Hilfsorganisationen haben ihre Lokalisierungsstrategien ausgeweitet, sich verstärkt für die Übertragung der Programmverantwortung an die betroffenen Regionen eingesetzt und ihre Modelle für Fundraising, Kommunikation und Personalbesetzung überdacht. In dieser Ausgabe stellen KOFF-Mitgliedsorganisationen und ihre Partner:innen ihre diesbezüglichen Bemühungen vor. 

Trotz positiven Erfahrungen stellen die Beitragenden auch zahlreiche Schwächen und Herausforderungen fest. Diese sind teilweise auf uneinheitliche Auslegungen und Erwartungen von Lokalisierung innerhalb bestehender politischer, rechtlicher und finanzieller Rahmenbedingungen zurückzuführen. Die Folgen davon sind (unter anderem) anhaltende Vertrauensprobleme, unflexible Geberfinanzierungen sowie mangelnde Bereitschaft ausreichend Kontrolle abzugeben und das Partnerschaftsmanagement neu zu gestalten. 

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre.
Sanjally Jobarteh
Herausgeberin KOFF-Magazin

Die Schweizer Plattform für Friedensförderung KOFF ist Herausgeberin des Friedensmagazins à propos. Sie schafft damit eine Plattform für die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven ihrer Mitglieder und Partner:innen. Die Artikel im Magazin geben ausschliesslich die Ansichten und Haltungen der Autor:innen wieder und entsprechen nicht den Ansichten und Haltungen von KOFF oder swisspeace.

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Impressum

Publisher
KOFF
Contact
kHaus, Kasernenhof 8, 4058 Basel
Phone
+41 61 551 56 56
Editing
Sanjally Jobarteh, Tatjana Zehnder
Translation
Sanjally Jobarteh, Übersetzergruppe Zürich, Tatjana Zehnder
KOFF ist eine von swisspeace moderierte Dialog- und Austauschplattform. Sie wird vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und den KOFF-Mitgliedern mitgetragen. Viermal im Jahr informieren die Mitglieder der KOFF-Plattform im Magazin "à propos" über ihre Projekte und nehmen Stellung zu aktuellen Themen der Friedensförderung. Die folgenden Schweizer Organisationen sind Mitglieder der Plattform: