In letzter Zeit ist in der KOFF-Plattform wiederholt eine grundlegende Frage aufgetaucht: Was bedeutet es heute, sich für den Frieden einzusetzen, und wie können wir eine «echte» Wirkung nachweisen, in einer Zeit, in der die Unterstützung für internationale Zusammenarbeit schwindet? Vor diesem Hintergrund bieten die Beitragenden dieser à-propos-Ausgabe Überlegungen dazu, was Friedensförderung heute bedeutet und wie wir unseren Beitrag dazu messen und stärken können.
Auch wenn sie sich der Friedensförderung aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähern, zieht sich ein roter Faden durch ihre Beiträge: die dringende Notwendigkeit, weiterhin einen positiven Frieden anzustreben, der auf menschlicher Sicherheit, Partizipation sowie lokaler Ownership beruht.
Was die Frage der Wirkung betrifft, so sind sich viele Mitglieder der Plattform einig: Statt den Fokus lediglich auf quantitative Messgrössen zu legen, lautet der auf der Plattform vielfach geäusserte Ruf, über rein quantitative Messgrössen hinauszugehen und aussagekräftigere qualitative Belege für unsere Arbeit zu liefern. Solche Erkenntnisse können zeigen, wie Friedensförderung widerstandsfähigere und florierendere Gemeinschaften stärkt, und erlauben es uns zugleich, sowohl aus Erfolgen als auch aus Misserfolgen zu lernen und Gewalt sowie langwierige Krisen wirksamer anzugehen.
In der Hoffnung, dass diese Überlegungen weiteres Nachdenken anregen, wünsche ich eine anregende Lektüre.
Sanjally Jobarteh
Herausgeberin KOFF-Magazin




